Pedophil.de

ein Projekt von Björn Scholz

Verstehst Du was ich schreibe, sprechen wir die selbe Sprache?

Ich möchte versuchen diese "Neigung" zu verstehen. Ich möchte Dir sagen, das jeder Mensch frei wählen kann. Ich möchte nicht urteilen. und Dich nicht bewerten. Vielleicht hast Du in Deinem Leben nie Liebe erfahren, oder wurdest als Kind selbst misshandelt, oder missbraucht. Das gibt allerdings niemand das Recht anderen Menschen das gleiche Leid anzutun. Besonders nicht dem eigenen Kind oder einem fremden Kind. Die Gesellschaft verurteilt dieses strafbare Verhalten als Verbrechen. Und es ist per Gesetz so geregelt, dass bereits der Besitz von Kinderpornografie strafbar ist.

Nun müssen wir differenzieren zwischen Aktiven und Passiven Menschen mit dieser Neigung. Passive Menschen, die die Neigung haben und diese nicht ausleben und sich vielleicht auch mit ihrer Neigung auseinandergesetzt haben, sind keine Gefahr für Kinder.

Aktive pädosexuelle Menschen die sich bereits an Kinderbildern ihre sexuellen Fantasien ausleben, sind schon auf dem Weg Täter zu werden. Da die Sucht immer größer werden wird. Erst fängt es mit dem Konsum von Bildern an. Dann der Konsum von Videos, die illegal beschafft werden, meistens über Foren Austausch im Internet. Dann reicht das irgendwann nicht mehr, und werden ggf. Kindersexpuppen im Internet bestellt um sich an diesen zu befriedigen.

Wenn das nicht mehr reicht, folgt der tägliche Besuch auf Spielplätzen, wo dann heimlich Bilder gemacht werden. Ebenso am Strand oder da wo Kinder leicht bekleidet sind. Bis der Druck zu groß wird, so das kindliche Berührungen gebraucht werden. Es werden Kindern Geschenke gemacht um sie anzulocken. Oft suchen sich aktive Pädosexuelle Menschen auch alleinstehende Partner mit Kindern, um dann die Kinder zu missbrauchen oder Nackt zu betrachten. Wenn es dann nicht freiwillig passiert, kommt der letzte Schritt und ein Kind wird direkt ins Auto gelockt oder nach Hause gebracht, um dort Sexuelle Gewalt zu erzwingen.

Cybersex mit Kindern – kein Kavaliersdelikt!

Ein Erwachsener, der ein Kind im Chat mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert, ist von diesem oft weit weg. Beide sitzen an unterschiedlichen PCs und haben keinerlei direkten Kontakt. Dies mag manchen zu der Annahme verleiten, dass ein solches Tun, wenn es auch moralisch verwerflich ist, jedoch keine weitreichenden strafrechtlichen Konsequenzen haben kann. Dies ist jedoch ein großer Irrtum.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen nimmt in unserem Rechtssystem in allen Bereichen einen sehr großen Stellenwert ein. Daher sieht der Gesetzgeber auch in Handlungen wie dem Cybersex mit Kindern bereits eine sexuelle Ausbeutung dieser und hat reagiert. Am 01.04.2004 trat ein verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft. Hierdurch sollen Kinder im Internet besonders geschützt und härter gegen pädosexuelle Personen durchgegriffen werden. Besondere Relevanz für das Internet haben die folgenden Regelungen:

1. § 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB "...wer auf ein Kind durch Schriften ... einwirkt, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen lassen soll..." Dieser Straftatbestand ist neu in das StGB eingefügt worden und ist besonders für den Schutz von Kindern im Internet relevant. Zur Erfüllung des Tatbestandes muss es nämlich zu keinem persönlichen Kontakt zwischen Täter und Opfer gekommen sein. Es genügt, wenn der Täter durch Schriften (hierzu gehören gem. § 11 Abs. 3 StGB auch Datenspeicher) wie etwa eine E-Mail oder Chatverkehr mit dem Ziel eines sexuellen Kontaktes auf ein Kind eingewirkt hat. Der Täter muss also durch seine Handlung nur darauf hinwirken wollen, einen solchen Kontakt zu erzielen. Tatsächlich dazu kommen, muss es nicht. Bereits in diesem Stadium macht sich der Täter also strafbar und wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 3 Monaten bestraft. Die Verhängung einer Geldstrafe ist NICHT möglich.

2. § 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB "...wer auf ein Kind durch Vorzeigen pornografischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornografischen Inhalts oder durch entsprechendes Reden einwirkt." Auch zur Erfüllung dieses Straftatbestandes muss es zu keinem körperlichen Kontakt zwischen Täter und Opfer gekommen sein. Er kann z.B. schon durch das Versenden pornografischer Bilder an Minderjährige erfüllt sein. Auch hier droht eine Strafe von mindestens 3 Monaten Freiheitsentzug.

3. Ruhen der Verjährung. Unterstützt werden die Vorschriften durch § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB, nach dem die Verjährung einer Tat nach § 176 StGB erst bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Opfers ruht. Dies bedeutet, dass die Verjährungszeit von 5 Jahren erst dann zu laufen beginnt, wenn das Opfer volljährig geworden ist.

4. Verbreitung pornografischer Schriften. Nach § 184 StGB macht sich strafbar, wer Personen unter 18 Jahren pornografische Schriften anbietet, überlässt oder zugänglich macht. Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei solcher Pornografie nicht um Bilder oder Filme handeln muss. Auch Texte können unter diesen Begriff fallen. Versendet also jemand obszöne Texte per E-Mail oder auch im Chat, so kann er sich hierdurch gem. § 184 StGB strafbar machen, was mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden kann.

Das Bemühen des Gesetzgebers, hart gegen den Missbrauch von Kindern durchzugreifen, ist also ersichtlich. Es bleibt daher zu hoffen, dass dies dazu führen wird, mögliche Täter auch im Internet abzuschrecken.